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Zucker und seine Wirkungen


Industrielle Lebensmittel sind zur Intensivierung des Geschmacks oft mit viel Zucker versehen. Nicht nur in Süßigkeiten und süßen Backwaren ist Zucker enthalten ebenso in Suppen, Soßen und anderen industriell gefertigten Lebensmittel, besonders in Fertig- und fastfood- Produkten.

Zucker verursacht zusätzlich eine übermäßige Gärung im Darm. Die starken Darmgärungen erzeugen Fuselalkohole, Kohlendioxid-Gas und Methan-Gas. Der Fuselalkohol führt bei vielen zu einer Rötung der Nase, die die Betroffenen häufig wie Alkoholiker mit einer Schnapsnase erscheinen lässt.

Fuselalkohole schädigen die Leber sehr stark. Kohlendioxyd-Gas verursacht Atemnot, Blutdruckanstieg und Müdigkeit. Zucker ist ein hervorragender Nährboden für Pilze des Darmes. Die giftigen Stoffwechselprodukte der Darmpilze (Mykotoxine) überlasten die Entgiftungsorgane (Leber, Nieren, Haut und Lymphe) und das Immunsystem. Das geschädigte Abwehrsystem kann das Pilzwachstum im Darm dann nicht mehr ausreichend stoppen.
Über Blut- und Lymphwege gelangen die giftigen Stoffwechselprodukte der Darmpilze zuerst in jene Organe, die den Giften den geringsten Widerstand entgegensetzen.
Diese schädlichen Stoffe will der Organismus über eine allergische Entzündung verbrennen und ableiten.
Häufige allergische Krankheiten befallen die Haut ( Ekzeme) die Lunge und die Bronchien (Asthma) die Nase und die Nebenhöhlen (Heuschnupfen).

Besonders weißer Industriezucker ist höchst explosiv. Zucker schießt sofort bei seiner Aufnahme ins Blut, daher auch der Effekt mit Traubenzucker zum fit werden. Es hebt wie Kaffee sofort den Energiepegel und lässt den Körper danach in ein noch tieferes Loch fallen als zuvor, denn er verbraucht dabei sehr viel Kraft. Was sagte ein Freund und Arzt einst zu mir, wenn man am Ast eines Kollegen sägen wolle, sollte man ihm regelmäßig Dextro - Energie anbieten. Der Energiepegel senke sich bei stetigem Konsum mehr und mehr ab, ebenso die Arbeitsleistung und Konzentration....

Besonders die Nerven werden durch regelmäßigen Zucker gereizt (die äußere Nervenhülle –Myelinhülle- quillt auf und wird schwammig). Wichtig zu wissen ist, dass der Körper für den Abbau von Zucker Kalzium benötigt und dies nimmt er sich aus seinen Reserven (z.B. Knochen), daher droht den Naschkatzen häufig erstens ein Kalziummangel, zweitens ist Zucker mit ein Auslöser für psychische Zustände wie Depressionen, Aggressionen und Verwirrtheit.

Besonders Kinder macht Zucker sehr schnell abhängig. Wenn sie früh an Zucker gewöhnt werden sind sie später nur schwer in der Lage davon abzulassen (Geschmackssinn) und werden alle gesundheitlichen Folgen des dauernden Konsums davon tragen müssen. Besonders Kinder die auf Grund ihres Wachstums auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium angewiesen sind, sollten weniger Zucker zu sich nehmen. Kinder im zahnenden Alter verlieren häufig Zähne aufgrund von Fäulnis durch Zuckerkonsum bzw. zuckerhaltige Getränke. Auch um die nachkommenden Zähne ist es dann häufig nicht besonders gut bestellt.


Karies

„Die Karies - Zahnfäule - ist noch immer eine weltweit ernst zu nehmende Infektionskrankheit und kann unter anderem zu schmerzhaften Zahnwurzelentzündungen führen.
Durch eigenverantwortliches Gesundheits- und Ernährungsverhalten können Sie dazu beitragen, Karies einzudämmen.


Wie entsteht Karies

Karies entsteht durch die Umwandlung von "Zucker" mittels Bakterien direkt in der Mundhöhle. Die Säuren, die als Stoffwechsel -Abfallprodukt der Umwandlungsprozesse entstehen, können den Zahnschmelz angreifen und beschädigen.
Faktoren die Kariesentstehung beeinflussen:
1. Zuckerkonsum: achten sie dabei auf die sogenannten versteckten Zucker in z:B: Kartoffeln, Weißmehlprodukte, Chips, Milch, Wein, Bier
2. Bakterien: Bei der Kariesentstehung ist ein Bakterium in der Mundhöhle der so genannte Streptococcus mutans besonders aktiv. Er reichert sich als Plaque auf der Zahnoberfläche an und das in einer Mischung aus Speichelproteinen, Zellresten und so genannten " Polysacchariden", (Abfallprodukt aus dem Zucker-Stoffwechsel).
3. Verweildauer der Bakterien: Die Bakterien benötigen eine gewisse Zeit, um aus dem Substrat  - dem Zucker - Säuren entstehen zu lassen, daher ist die Verweildauer der Bakterien in der Mundhöhle ein wichtiger Faktor. Diese Säuren beschädigen dann den Zahnschmelz.


Warnhinweise auf Etiketten?

Verbraucher sollten viel deutlicher über die Inhaltsstoffe süßer Lebensmittel informiert werden. Gegebenenfalls sollten sogar Warnhinweise auf die gesundheitlichen Risiken aufmerksam machen.

Was erfährt der Verbraucher z.B. über die Zusammensetzung von Coca Cola? Was sagen ihm Zutaten wie: Wasser, Zucker, Kohlensäure, Farbstoff 150d, Säuerungsmittel, Phosphatsäure, Aroma, Koffein? Warum erfährt man nicht, dass 1 Liter Coca Cola 2.410 Kilojoule, 110 Gramm Zucker  enthält? Warum sind auf einer Flasche Coca Cola light sehr wohl Angaben über Kalorien, Zucker (0 Zucker) und Fettgehalt (0 Gramm Fett) zu finden?

Ganz klar, wenn ein Unternehmen einen verkaufsfördernd Vorteil darin sieht ist es bereit, genaue Angaben sogar über die rechtlichen Auflagen hinaus zu machen. Sieht es diesen Vorteil nicht, sieht es keine Veranlassung, den Verbraucher zusätzlich zu informieren.

Informieren sie sich daher immer per Etikett über den Zuckergehalt.

Beim Aufzählen der Inhaltsstoffe auf dem Ettiket wird der Zucker um so früher erwähnt je höher sein Anteil im Lebensmittel ist. Daher steht er z.B. bei Marmeladen meist an erster oder zweiter Stelle.


Diabetes durch Übergewicht

Die Medizin Berichtet, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Ernährung und Diabetes nur in Verbindung mit Übergewicht nachgewiesen sei. Übergewicht und der damit verbundene Mangel an Bewegung erhöht das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken deutlich. Weil schon Kinder immer häufiger zu dick sind, erkranken auch immer mehr jüngere Menschen an dieser Krankheit. Nur woher kommt wiederum das Übergewicht?

Typische Spätfolgen von Diabetes sind übrigens: Erblinden, Nierenversagen, Amputationen.


Achtung also...

Menschen mit sitzenden beruflichen Tätigkeiten oder prinzipiellem Bewegungsmangel sollten unbedingt ihre Energiezufuhr und ihren Zucker- und Fettkonsum im Auge behalten.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich nicht mehr als 60 Gramm Haushaltszucker (Saccharose) und 80 Gramm Fett zu sich zu nehmen. gehört zu den Kohlenhydraten wie auch Fruchtzucker und Stärke. Fruchtzucker nimmt man beim Verzehr von Früchten auf.

Stärke ist eine Vorstufe von Zucker, sie ist besonders in Kartoffeln und Getreideprodukte, wie Brot, Müsli und Teigwaren (Weißmehlprodukte) enthalten. Den Bedarf an Kohlenhydraten sollte man in erster Linie mit Obst, Trockenfrüchten, Reismalz, Ahornsirup und Vollkornprodukten decken.


Zucker macht fett

Um den Überschuss an Zucker und Fett wieder abzuarbeiten bedarf es mehr als den Müll rausbringen, Bücher zu wälzen, zum Bäcker oder zum Auto zu laufen. Bei all den üblichen Alltagstätigkeiten wird nicht viel Energie verbraucht und auch der Gang zur Kantine ist nicht ausreichend Bewegung, Im Gunde essen wir wie Schwerstarbeiter aber bewegen uns wie Faultiere.

Wussten sie, dass die überschüssige Energie in Form von Fett im Körper gespeichert wird? Mit diesen Folgen kämpfen alle die, wenn der kleine Hunger kommt, zu Schokoriegel, Milchreis & Co. greifen.

Prof. H. Hauner vom Diabetes Forschungsinstitut in Düsseldorf rät, den „Süßhunger lieber mit Obst zu stillen. Energiedichte Produkte wie Schokolade und Süßwaren sollte man sich nur in kleinen Rationen gönnen“:.

Buchtipp
„Zucker, Zucker" — Krank durch Fabrikzucker

Von süßen Gewohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für unsere Gesundheit


Auszug aus „Eine kurze Zusammenfassung des Buches von Dr. med. M. O. Brucker“ (von Ruthild Liebe).

„Dieses Buch ist beinahe wie ein Krimi zu lesen! Dr. Bruker hat in seiner ärztlichen Praxis festgestellt, daß der Fabrikzucker in mehrfacher Hinsicht an der Entwicklung der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten beteiligt und außerdem ein wesentliches Hindernis bei Behandlung und Heilung dieser Erkrankungen ist. Er wies in Schriften auf diese Zusammenhänge hin.

Doch Dr. Bruker wurde angegriffen. Z.B. die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker gab ihm zu verstehen, daß sie nicht bereit sei, weitere Hinweise auf die Gesundheitsgefährdung durch Fabrikzucker zu dulden. Sie forderte ihn auf, diese Tätigkeit in Zukunft zu unterlassen.

„Schon vor vierzig Jahren packte mich die Wut, wenn ich sah, mit welcher Unverfrorenheit die Zuckerindustrie Werbung machte", sagte Dr. Bruker. Nicht einmal von Seiten der Ärzteschaft erfolgte eine Reaktion. Verglichen mit den heutigen Werbepraktiken der Süßwarenindustrie war es allerdings noch harmlos.

Wer Unrecht schweigend hinnimmt, heißt es, macht sich mitschuldig. Auch nach jahrzehntelanger Erfahrung mit dem süßen Stoff ist Bruker nicht bereit, die damit verbundene weltweite Gesundheitsgefährdung sehr vieler Menschen und die gewissenlose Vorgehensweise der Zuckerindustrie hinzunehmen. Er muß reden; denn die praktischen Auswirkungen sind wesentlich schlimmer, als wissenschaftliche Forschungen vermuten lassen.

Leider werden angehende Ärzte an der Universität über Krankheitsursachen nur sehr unzureichend ausgebildet. In der etablierten Medizin wird also vorwiegend eine symptomatische Linderungsbehandlung statt einer ursächlichen Heilbehandlung betrieben. Alle Krankheiten haben aber Ursachen! Zucker zaubert — sagt die Industrie. Zucker zaubert Krankheiten herbei, erklärt Dr. Bruker. Zucker ist nicht nur süß, sondern auch gefährlich!

Wir sollten unterscheiden: Zucker ist ein Stoff, den die Natur uns gibt; Pflanzen z. B. produzieren Zucker, Eiweiß, Stärke, Fett. Fabrikzucker ist der Stoff aus dem Labor; er ist ein Isolat. Es ist sicher ganz interessant zu hören, welche Sorten Fabrikzucker neben dem bekannten weißen Zucker die Zuckerindustrie produziert. Um nur einige zu nennen: Brauner Zucker, Dextrose, Fruchtzucker, Gelierzucker, Hagelzucker, Invertzucker, Kandis, Karamel, Lactose, Maltose, Melasse, Milchzucker, Puderzucker, Raffinade, Rübensirup, Traubenzucker, Zuckercouleur.

Es ist kaum zu glauben, was durch die meist versteckte, verschleierte Werbung alles angerichtet wird! Die Zuckerlobby ist eine Weltmacht; sie beherrscht Presse und Medien. Leider liegt die Aufklärung der Bevölkerung über Ernährungsfragen fast ausschließlich in der Hand der Nahrungsmittelindustrie. Hier werden Forschungsaufträge von Firmen vergeben, nicht von Einzelpersonen.

Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker und der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie spielen sich als Leibwächter der Nation auf. Da hört man z.B.: Solche Sendungen — gemeint ist der ZDF-Film Süß und gefährlich, herausgegeben von der GGB — führen zu Verunsicherung und Angst beim Umgang mit einem Nahrungsmittel, dessen Unbedenklichkeit außer Zweifel steht! Und eine unterschwellige Drohung wird ausgesprochen, wohin man käme, wenn Werbung für Süßwaren in Zukunft unterbliebe.

In dem Augenblick, in dem die Vitaminforschung klar nachgewiesen hat, daß vermehrter Zuckergenuß gleichbedeutend mit erhöhtem Bedarf an bestimmten Vitaminen der B-Gruppe ist, und daß der erhöhte Aneurinbedarf des westeuropäischen Menschen nicht ausgeglichen wird, wäre eigentlich eine Aufrüttelung aller Menschen über die vielseitigen Gefahren durch Aneurinmangel überaus wichtig.

Dr. Bruker zeigt uns in seinem Buch gar manche eigenen klinischen Erfahrungen mit fabrikzuckerfreier Ernährung und Krankheitsfälle aus seiner Praxis, wo sogenannte unheilbare Krankheiten stark gebessert oder sogar geheilt wurden.“

Der Vegetarier 1/92, Seite 31, 32

Vegetarier-Bund Deutschlands e.V., Blumenstr. 3, 30159 Hannover, Tel. 0511-3632050, Fax 0511-3632007, www.vegetarierbund.de

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